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Wie du deine Ziele richtig definierst

Wie du deine Ziele richtig definierst

Wie du deine Ziele formulierst, hat einen riesengroßen Einfluss auf ihre Verwirklichung!


In früheren Beiträgen haben wir uns ja schon mal angeschaut, mit welchen Tipps du deine Ziele erreichst und wie du bei deinen Vorhaben am Ball bleibst, wenn es zäh wird.
Heute nehmen wir deine Ziele selber mal genauer unter die Lupe: denn wie du formulierst, was du dir vornimmst, hat einen riesengroßen Einfluss auf die Verwirklichung deiner Ziele! 🤗

Ein kurzer Reminder 🫶

Es ist total wumpe, wann du dir ein Ziel vornimmst! Du musst nicht bis zum Jahresanfang warten oder dem Monatsersten. Heute ist großartig!

Wenn du dir tägliches Yoga vorgenommen hast und es dann ein paar Tage hast schleifen lassen – das macht nix! Deswegen hast du nicht „versagt“ und musst dein Vorhaben auch nicht frustriert in die Tonne kloppen. Fang einfach heute wieder an.

Es geht nicht um Perfektion. Es geht darum, deinen großen Zielen näher zu kommen, Schritt für Schritt. Und jeder Schritt bringt dich weiter.

Wo willst du hin?

Wenn du losmarschierst, kommst du irgendwann an. Irgendwo.
Ohne ein konkretes Ziel und eine Karte Google Maps bestimmt der Zufall, wo du landest – das kann nett sein und deinen Horizont erweitern, hilft dir aber nicht weiter, wenn du pünktlich zu einem Termin bei deinem Steuerberater erscheinen willst.

Da weißt du genau, wo du wann sein möchtest. Viel konkreter als ein „bis Ende des Jahres will ich beim Steuerberater gewesen sein“.

Deswegen tippst du bei Google Maps eine genaue Adresse ein – Blümchenweg 127a in 12345 Hintertupfingen. Voilà, die Route wird berechnet und du weißt genau, wann du wo in welche Richtung abbiegen musst und wann du dein Ziel erreicht hast. Easy! 😎

Mit unseren Plänen und Vorhaben verhält es sich super ähnlich! Das ist uns nur erstmal nicht so bewusst, weil es nicht so offensichtlich ist wie beim Navigieren zu einer Adresse.

Je konkreter dein Ziel ist, umso besser!

Ganz oft nehmen wir uns unsere Ziele ja nur recht vage vor: mehr Umsatz mit dem Online-Business machen. Fitter werden. Endlich mal den Roman weiterschreiben. Excel lernen. Und so weiter… kommt dir das bekannt vor? 🤓

Die Crux ist: mit so schwammigen Vorhaben stellst du dir selber ein Bein. Die sind nämlich so offen formuliert, dass du weder weißt, was du eigentlich genau dafür tun musst… noch wann… oder wie oft… und wann du dein Ziel eigentlich erreicht hast. Da ist Frust vorprogrammiert!

„Ich will regelmäßig Sport machen und fit werden.“ – okay… ein frommer Wunsch. Aber mal Hand aufs Herz, damit gibt es so einige Probleme. Dein innerer Schweinehund grinst nämlich schon und denkt sich, hey, einmal im Jahr ist doch auch regelmäßig. 😀

Und was heißt überhaupt „fit“? Ein Stockwerk hochlaufen, ohne aus der Puste zu kommen… oder alle zehn? Egal wie viel du trainierst, irgendwann kommt immer unweigerlich der Punkt, an dem du k.o. sein wirst. Und dann kannst du dich entweder ärgern, dass du vermeintlich immer noch nicht fit bist… oder stolz darauf sein, wie gut deine Fitness schon ist. Es liegt an dir – und daran, wie du deine Ziele definierst.

Deswegen habe ich dir zwei Techniken mitgebracht, die dir dabei helfen:

Die s.m.a.r.t.-Technik

Von den „smarten“ Zielen hast du vielleicht schon einmal gehört.

„s.m.a.r.t.“ ist ein Akronym und setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von 5 Schlagwörtern zusammen:

  • S – Specific (spezifisch)
  • M – Measurable (messbar)
  • A – Achievable (erreichbar)*
  • R – Relevant (sinnvoll)*
  • T – Time-bound (zeitlich festgelegt)

* In manchen Definitionen stehen das A und das R für andere Begriffe. Beispielsweise für acceptable und realistic, aber meiner Erfahrung nach ist acceptable bei persönlichen Zielen oft nicht von Belang und achievable und realistic sind oft doppelt gemoppelt. Die Frage nach der Relevanz finde ich hilfreicher.
Es gibt hier keine „einzig wahre“ Definition – schau einfach, was dich in der Praxis weiterbringt.

Für jedes Ziel, das du dir vornimmst, machst du dir Gedanken über diese fünf Punkte. Dadurch wird aus einem unbestimmten Wunsch ein konkretes Vorhaben – und das ist schon die halbe Miete! 💪

Zurück zu unserem Beispiel, „Ich will regelmäßig Sport machen und fit werden“. Mach dir ein s.m.a.r.t.es Ziel daraus:

Ich will am 25. Juni 2023 die 10km-Strecke beim Stadtlauf absolvieren.

  • S – Specific: Nicht irgendein Sport, sondern Laufen soll es sein.
  • M – Measurable: Die 10km-Distanz ist eine konkrete Zahl, mit der du deinen Erfolg messen kannst (wenn du schon länger läufst, kannst du auch auf eine bestimmte Zielzeit hin trainieren)
  • A – Achievable: Ja, 10km in einem halben Jahr sind auch für Anfänger machbar. Und der dafür nötige Trainingsumfang passt auch, wenn du in Vollzeit arbeitest.
  • R – Relevant: Deine Gesundheit ist dir wichtig, oder?
  • T – Timely: der 25. Juni ist dein Stichtag – du willst die 10km also nicht „iiiirgendwann…“ mal schaffen, sondern an genau diesem Datum

Jetzt hast du ein konkretes Ziel vor Augen! Das fühlt sich gleich viel verbindlicher und deswegen motivierender an, oder?

Die HARD-Technik

Smarte Ziele sind gut, weil sie sehr greifbar und konkret sind. Aber sie haben auch einen entscheidenden Nachteil: sie helfen dir nicht gerade dabei, über deine Grenzen zu gehen und das scheinbar Unmögliche zu erreichen. Solange du etwas selber nicht für erreichbar hältst, wirst du es mit der smarten Methode gar nicht erst versuchen. Böh!

Einen anderen Ansatz liefert dir da die HARD-Methode. Auch hier stehen die Buchstaben wieder für eine Abkürzung:

  • H – Heartfelt: ist es dein Herzenswunsch?
  • A – Animated: kannst du dir ausmalen, wie gut sich dein Ziel anfühlen wird?
  • R – Required: ist es notwendig und sinnvoll?
  • D – Difficult: ist es eine Herausforderung für dich?

Du siehst schon, auch hier machst du dir gründlich Gedanken über dein Ziel. Aber hier geht es viel mehr um Leidenschaft und oft auch um langfristigere Ziele. Die HARD-Ziele sind schwerer zu erreichen – aber hey, du hast richtig Bock drauf! Und wenn du etwas unbedingt willst und wirklich begeistert bist, dann kommt die dafür nötige Energie fast wie von selbst.

Statt dem 10km-Lauf wäre das vielleicht ein Start beim Ultra-Trail du Mont Blanc, wo du 172km in den Bergen läufst. Oder die Gründung deiner eigenen Firma. Oder dein eigenes Buch. Was auch immer: träum groß!

Was ist denn jetzt besser? Smart oder Hard?

Meine lakonische Antwort: „It depends“. 😉

In einigen Bereichen ist es super, wenn du dich selber herausforderst und dir Ziele setzt, die außerhalb deiner Komfortzone liegen. Du kannst nämlich mehr, als du denkst! 🙂

Deinen gesunden Menschenverstand solltest du aber trotzdem nicht ausschalten. Ja, es hängt unglaublich viel von deiner Motivation ab. Aber du kannst noch so motiviert sein, es gibt Grenzen. Als absoluter Sportmuffel wirst du nicht nächstes Wochenende gleich einen Marathon absolvieren können. Manchmal wirst du dir auch Ziele setzen müssen, die dich nicht gerade vor Begeisterung vom Hocker reißen (dich beispielsweise um deine Altersvorsorge kümmern).

Von daher finde ich eine Mischung aus SMART- und HARD-Zielen sinnvoll. Ehrlicherweise formuliere ich meine Ziele auch nicht jedesmal so nach Schema F aus. Worum es geht, ist der Gedanke dahinter: setz dir deine Ziele mit Intention. Mach dir Gedanken darüber, wo du hinwillst. Und dann leg los!

2 Kommentare
» Was meinst du dazu?

  1. vor 1 Woche

    Natürlich hat man irgendwann schon einmal von diversen Organisationstipps gehört oder gelesen. Aber es schadet nicht, sie immer mal wieder vor Augen geführt zu bekommen. Denn manchmal braucht man mehr als nur einen Anstupser, um endlich ins TUN zu kommen.

    Darum: Dankeschön für diesen Beitrag! Ich empfehle ihn unseren Leserinnen und Lesern gerne weiter.

    Beste Grüße,
    Eddy

    • vor 5 Tagen

      Hallo Eddy,

      genau – alles theoretische Wissen nützt nichts, wenn es schnöde Theorie bleibt und man nicht in die Umsetzung kommt. Und das ist manchmal echt leichter gesagt als getan. 😉
      Lieben Dank fürs Teilen!

      Liebe Grüße
      Anne